Auf Quartiersebene entfaltet Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eine besondere Wirkung: Hier wirken nicht nur klassische Bildungseinrichtungen, sondern auch Kulturzentren, Nachbarschaftstreffs, Jugendzentren, Kirchen, Vereine oder lokale Initiativen als wichtige Multiplikator*innen. Sie sind nah an den Menschen, machen Nachhaltigkeit im Alltag sichtbar und schaffen Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen.
Ihr besonderes Potenzial liegt darin, das Quartier als Ganzes im Blick zu haben. Multiplikator*innen können erkennen, wo es im Alltag noch hakt – etwa, wenn gute Ideen nicht alle erreichen oder wenn Nachbarschaften nebeneinander statt miteinander arbeiten. Durch Kooperationen und gemeinsame Aktionen stellen sie Verbindungen her, bringen Wissen zusammen und schaffen so ein größeres Bild. Dabei machen sie auch deutlich, dass nachhaltiges Handeln immer Teil größerer Zusammenhänge innerhalb eines Systems ist. Solche Perspektiven helfen, Nachhaltigkeit bewusster zu verankern und langfristig in den Routinen des Quartiers zu festigen.
Genau hier setzt das Pilotprojekt "Zukunft gestalten im Quartier" (ZiQ) an. Als Pilotprojekt des Referats für Bildung und Sport (RBS) und Teil der städtischen BNE VISION 2030 stärkt ZiQ Multiplikator*innen in ihrer Rolle als Vernetzer*innen und Systemdenker*innen. Es fördert Kooperationen im Quartier und unterstützt dabei, nachhaltiges Handeln nicht nur punktuell, sondern strukturell und langfristig im Stadtteil zu verankern.