BNE VISION 2030

Die BNE-Konzeption "BNE VISION 2030" wurde 2022 vom Münchner Stadtrat beschlossen und wird seitdem Schritt für Schritt umgesetzt.

BNE-Konzeption für München

Logo der BNE VISION 2030

Das Handlungsprogramm soll zur Verankerung von BNE in der Landeshauptstadt München beitragen. 

Fachstelle BNE

Steuerung, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit

Für die Steuerung und Koordination der Umsetzung der BNE VISION 2030 ist die Fachstelle BNE, in Zusammenarbeit mit den Koordinierungsstellen BNE der einzelnen Bildungsbereiche, verantwortlich. Auch die zentrale Öffentlichkeitsarbeit und der Betrieb der zentralen BNE-Plattform liegen bei der Fachstelle BNE. Unterstützt wird die Fachstelle BNE durch die Begleitgruppe BNE.

Handlungsprogramm und Umsetzungsstand

Zum Handlungsprogramm Fachstelle BNE: hier findest du den Umsetzungsstand der Maßnahmen, die einzelnen Maßnahmenblätter, Leitprojekte und Steckbriefe.

Lego Stadt

Begleitgruppe BNE

Hier findest du Informationen zur Begleitgruppe BNE

Lego Figuren als Team

Übergreifende Themen

Bildungsbereich-übergreifende Themen

BNE VISION 2030: Whole Institution Approach

Um Lernende zu ermutigen und zu befähigen, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen, müssen die Lernorte selbst transformiert werden. Der gesamte Lernort muss an den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet sein, damit Lerninhalte und Pädagogik durch die Art und Weise, wie Einrichtungen ausgestattet sind, wie sie verwaltet und wie Entscheidungen getroffen werden, gestärkt werden.
Dieser institutionelle Ansatz erfordert Lernumgebungen, in denen authentisches Nachhaltigkeitslernen mit Transfer in die eigene Lebens- und Arbeitsumwelt ermöglicht wird.

Lernorte entfalten ihre volle Innovationskraft, wenn sie ganzheitlich arbeiten – das heißt, dass sie Nachhaltigkeit als ganze Institution rundum in den Blick nehmen. Wenn ein Lernort, beispielsweise eine Schule oder ein Verein, einen Whole Institution Approach verfolgt, ist BNE nicht nur ein Querschnittthema im Unterricht – auch die Lernprozesse und Methoden werden auf BNE ausgerichtet. Der Lernort orientiert die Bewirtschaftung der eigenen Institution an Prinzipien der Nachhaltigkeit, indem beispielsweise Lernende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeitende bewusst mit Energie und Ressourcen umgehen, einen Schulgarten pflegen oder für die Verpflegung regionale und fair erzeugte Bio-Produkte bevorzugen. Auch Weiterbildungsmaßnahmen für alle Beschäftigten gehören dazu und das Einbinden aller in Entscheidungsprozesse. Lernorte kooperieren darüber hinaus mit anderen Akteur*innen wie z. B. der kommunalen Verwaltung oder Vereinen.

BNE VISION 2030: Strukturelle Verankerung von BNE in Aus- und Weiterbildung

Damit BNE in Strukturen gelebt werden kann, müssen die Akteur*innen der Aus- und Weiterbildung aller Bildungsbereiche befähigt sein, das Konzept und die Inhalte von BNE zu verstehen und aktiv umzusetzen und weiterzugeben. Ein entsprechender Handlungsrahmen sowie kontinuierliche Angebote und Möglichkeiten zur Aneignung, Vertiefung und Erweiterung von Wissen und Kompetenzen zu BNE für Lernende und Lehrende sind hierfür Voraussetzung.

BNE VISION 2030: Lokale Vernetzung, Kooperationen und Projekte zu BNE stärken

Über die Stärkung lokaler Vernetzung und Kooperation sollen BNE-Angebote und die Zugänge zu diesen Angeboten im Sozialraum verbessert werden. Die relevanten BNE-Akteur*innen, Bildungsakteur*innen und Multiplikator*innen der Münchner Stadtteile sollen miteinander vernetzt, Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Projekte initiiert werden. Angestrebt werden dauerhaft angelegte, interdisziplinäre Kooperationen zum Thema BNE, die ausgehend von der Perspektive des lernenden Subjekts formale Bildungsorte und informelle Lernwelten umfassen und sich auf einen definierten lokalen Raum beziehen.

Vernetzung und Kooperationen auf Stadtteilebene bringen verschiedene Vorteile mit sich:

  • sie ermöglichen einen strukturierten Austausch zu BNE im Sozialraum,
  • Synergien werden sinnvoll genutzt und die kooperative Entwicklung von Angeboten gefördert,
  • das kooperative Arbeiten mit Partner*innen aus dem Sozialraum eignet sich, um unterschiedlichste Zielgruppen zu erreichen – auch solche, die bisher keinen Zugang oder nur wenig Bezüge zu BNE und Nachhaltigkeitsthemen haben,
  • BNE-Angebote können sich an spezifischen Bedarfen und Interessen, die sich aus den Begebenheiten des Sozialraums ergeben, ausrichten,
  • praktisches und partizipatives Lernen wird gestärkt,
  • das Lebensumfeld kann aktiv in Bildungsprojekte einbezogen werden.

BNE in der Stadtverwaltung

BNE VISION 2030: Bildungsbereich Verwaltung

Der Fokus liegt auf Programmen und Maßnahmen, die innerhalb der Verwaltung der LHM umgesetzt werden können und auf der Vermittlung von BNE-Kompetenzen an die Beschäftigten aller Ebenen. Daraus ergeben sich Schwerpunkte in den Bereichen Aus- und Fortbildung, Kommunikation sowie der flächendeckenden Verankerung von BNE innerhalb der Verwaltung. Wesentlich dabei ist eine vollständige strukturelle Verankerung und vor allem der Einbezug der Stadtspitze und des Stadtrats.

Eine Koordinierungsstelle für den Bereich Verwaltung ist derzeit nicht vorgesehen, das Handlungsprogramm wird in Kooperation zwischen der Fachstelle BNE und dem Personalreferat umgesetzt. Für Fragen wenden Sie sich bitte an die Fachstelle BNE.
 

Umsetzungsstand BNE VISION 2030

Der aktuelle Umsetzungsstand der Maßnahmen der BNE VISION 2030 Stand November 2025.

Darstellung des Umsetzungsstandes der BNE VISION 2030 als Tortendiagramm

Hintergründe

Die BNE VISION 2030 ist ein konkretes Handlungs­programm, das zur Veran­kerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Landes­haupt­stadt München beiträgt. Hierbei nimmt sie alle Bildungs­bereiche entlang der Bildungskette und die Verwaltung in den Blick. Die BNE VISION 2030 wurde in einem stadtweiten partizipativen Prozess ab 2019 erarbeitet und 2022 vom Münchner Stadtrat beschlossen. Seit 2023 werden die Maßnahmen der BNE VISION 2030 Schritt für Schritt umgesetzt.

Relevanz der Umsetzung

Die Umsetzung der BNE VISION 2030 trägt maßgeblich zur Erreichung vieler Nachhaltigkeitsziele und Vorhaben der Landeshauptstadt München bei – von ökologischen Zielen wie etwa der Klimaneutralität bis 2035 oder der Implementierung eines Zero-Waste Konzepts bis hin zu mehr Demokratiebildung und der Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement.

Bildung, Betreuung und Erziehung sind zentrale Aufgaben zukunftsorientierter Kommunalpolitik und die Gestaltung bedarfsgerechter und qualitätsvoller Bildungsangebote ist selbstverständlicher Teil der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Daseinsvorsorge. Das schließt auch die Gewährleistung von nachhaltigen Lebensbedingungen mit ein. München profitiert davon, Prozesse für eine nachhaltige Entwicklung anzustoßen, strategisch zu planen und dabei ihre Gestaltungsspielräume aktiv zu nutzen. Die Integration von BNE in die gesamte Münchner Bildungslandschaft ist essentiell, um die hierfür erforderlichen Kompetenzen und Perspektiven zu eröffnen. So gelingt es, vorsorgend und nachhaltiger mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen (z. B. Sozialer Frieden, Digitalisierung, Bildungsgerechtigkeit), aber auch resilienter mit Krisen (z. B. COVID-19-Pandemie, Klimawandel) umzugehen. Nicht zuletzt weist BNE direkte Bezüge zu vielen gesellschaftlich relevanten Themen auf, darunter Demokratiebildung, Partizipation, Gendergerechtigkeit, Inklusion und soziale Teilhabe. Denn erst ein ausgereiftes Urteilsvermögen und die entsprechenden Gestaltungs- und Handlungskompetenzen versetzen die Bürger*innen in die Lage, aktiv und tatsächlich an unserer Gesellschaft teilzuhaben.